Die Lebensweise des Menschen hat in den letzten 1000 Jahren sehr viele Probleme verursacht. Durch die Nutzbarmachung von Rohöl hat sich das Ausbreiten der Zivilisation und auch der Probleme, die eine Zivilisation mit sich bringt enorm verstärkt und auf dem ganzen Planeten verteilt. Die Regenwälder gehen zurück, Städte wachsen, der Verkehr nimmt zu und durch den Konsum breitet sich der Müll, die Verschmutzung von Luft und Wasser immer mehr aus.

Hier ein kleiner Überblick über zivilisationsgemachte Umweltprobleme und was wir dagegen tun können.

Klimawandel

Die Zivilisation ist so abhängig vom Öl, dass sie selbst jetzt, wo die negativen Auswirkungen auf das Klima bekannt sind, immer noch jedes Jahr mehr und mehr Öl verbrannt wird. Dadurch kommt immer mehr Kohlenstoffdioxid (CO2)in die Atmosphäre, eines der hauptverantwortlichen Klimagase. Dadurch steigen Jahr für Jahr die Temperaturen und der Niederschlag geht zurück. Es besteht die Gefahr, das ab einem gewissen Punkt eine Kettenreaktion eintritt, wenn der Permafrost schmilzt und eine ungeheure Menge von Faulgasen (hauptsächlich Methan) in die Atmosphäre gelangt.

Was du tun kannst:

  • Pflanze Bäume! Jeder Baum speichert CO2! Wir müssen riesige neue Wälder pflanzen, die das ganze CO2 wieder aus der Atmosphäre filtern können. Hilf uns dabei und unterstütze das Projekt Heldenwald!
  • Spare Strom! Nur ein kleiner Teil von dem Strom, der aus der Steckdose kommt aus nachhaltigen Energiequellen. Der Großteil stammt aus Kohle-, Atom- und Ölkraftwerken.
  • Vermeide das Auto! Fahre so viel wie möglich mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Kaufe nichts Neues! Alles, was wir kaufen muss erst einmal hergestellt und in die Geschäfte transportiert werden. Das verbraucht eine Menge Energie und Rohstoffe. Dabei können wir fast alles, was wir brauchen, auf dem Flohmarkt oder auf Internetportalen gebraucht kaufen.
  • Kaufe regional! Es ist nicht sinnvoll, wenn Produkte, die wir kaufen erst um den halben Globus befördert werden müssen.
  • Verzichte auf Milchprodukte und Rindfleisch! Kühe und Rinder stoßen ständig Methan aus, eine Kohlenstoffverbindung, die ein 25 Mal stärkeres Klimagas ist als CO2.

Regenwaldabholzung

Gleichzeitig werden immer mehr Urwälder abgeholzt, was den Klimawandel noch negativ verstärkt. Pflanzen speichern CO2 und stoßen dabei Sauerstoff aus, das Menschen und andere Tiere zum Leben brauchen. Es geht eine wichtige CO2-Senke verloren.

97% der Urwälder sind bereits zerstört.

Was du tun kannst:

  • Fördere Baumpflanzprojekte wie unser Projekt Heldenwald, und schaffe damit die Urwälder von morgen!
  • Iss keine Tierprodukte! Der Hauptgrund für die Abholzung der Regenwälder ist, dass neue Flächen für den Futtermittel-Anbau benötigt werden. Jedesmal, wenn wir Tierprodukte kaufen unterstützen wir damit indirekt die Regenwaldabholzung.

Monokulturen

Der Hauptgrund für das Abholzen der Wälder ist das Anlegen von Monokulturen, also einer Sorte Pflanze auf einem Stück Land. Damit ist das Land als Lebensraum für Tiere verloren. Monokulturen sind sehr anfällig, da sich Krankheiten und Schädlinge sehr schnell verbreiten können. Um das zu verhindern muss mit Gift gearbeitet werden, was das Bodenleben bedroht und durch den Regen in Gewässer gespült wird.

Gleichzeitig brauchen Monokulturen Dünger und auch das wird in die Gewässer und ins Meer gespült. Monokulturen machen auf Dauer Böden kaputt und verschmutzen das Wasser.

Was du tun kannst:

  • Kaufe Bio! Biobetriebe verzichten auf Gift und Kunstdünger und achten darauf, dass der Boden gesund bleibt.
  • Pflanze selbst einen Permakultur-Garten! Permakultur ist das Gegenteil von Monokultur und möchte so Artenreich wie möglich sein. Gleichzeitig liefert er gesunde pflanzliche Nahrungsmittel.
  • Unterstütze Projekte wie Heldenwald! Wir pflanzen die Urwälder von morgen nach Permakultur – Richtlinien.
  • Iss keine Tierprodukte! Die von Menschen gehaltenen Tiere brauchen Unmengen an Futtermittel, die in riesigen Monokulturen angebaut werden. Wer sich allein von Pflanzen ernährt braucht 18 Mal weniger Land als jemand, der nicht auf Eier, Fleisch und Milchprodukte verzichten möchte.

Wüstenbildung

Wenn die Regenwälder einmal abgeholzt sind, ist der Boden den Elementen schutzlos ausgeliefert. Griechenland, Iran und der Norden Afrikas war einmal von dichten Wäldern bedeckt. Die Abholzung der Bäume führte dazu, dass das Klima langsam immer trockener wurde, da Wälder Feuchtigkeit in Luft und Boden halten. Nach und nach geht die Humus-schicht verloren und es entstehen Wüsten, wo vorher Wälder waren. Das hat schlimme Folgen nicht nur für den Menschen, sondern auch für andere Tierarten. Der Regen bleibt aus, oder kann vom Boden nicht mehr gehalten werden und es wächst nichts mehr, was man essen kann.

Was du tun kannst:

  • Unterstütze Baumpflanzprojekte wie unser Projekt Heldenwald, und wirke damit der Wüstenbildung entgegen. Wir arbeiten mit Projekten im Ausland, um in vielen Ländern der Wüstenbildung entgegenzuwirken.

Wasserverschmutzung

Wie bereits weiter oben beschrieben wurde, benutzt die konventionelle Landwirtschaft Kunstdünger und Gifte, um ihre Monokulturen zu unterstützen. Dazu kommt, dass die Tiere, die von Menschen gezüchtet und gehalten werden (Schweine, Kühe, Geflügel) um gegessen zu werden oder um ihrer Produkte willen (Milch und Eier) ebenso Kot und Urin ausscheiden, wie wir Menschen. Und es gibt weit mehr Nutztiere als Menschen. Diese Hinterlassenschaften werden als Dünger auf den Äckern verteilt und zwar viel mehr als ein Boden eigentlich vertragen kann. Der Regen wäscht das ins Grundwasser und in die Flüsse, die Flüsse münden in den Meeren.

In landwirtschafts reichen Gebieten kommt es regelmäßig zu Verunreinigungen des trinkwassers mit Kolibakterien.
In den Meeren entstehen sogenannte Todeszonen, Gebiete, in denen es keinen Sauerstoff mehr gibt und kein Leben mehr möglich ist.

Ein anderes Problem für die Meere ist der Plastikmüll. Unmengen von Plastik schwimmt im Meer, 10 Mal mehr Plastikteile als Phytoplankton. Plastik zersetzt sich nicht und wird von vielen im oder vom Meer lebenden Tieren für Futter gehalten. Das Plastik verstopft die Mägen und viele Tiere verhungern.

Was du tun kannst:

  • Iss keine Tierprodukte! Jedes vom Mensch gehaltene Tier wird gefüttert und getränkt und muss genauso auf’s Klo wie der Mensch auch. Unmengen von Gülle gelangen ins Wasser und verschmutzen es.
  • Pflanze Bäume und ausdauernde Pflanzen! Bäume helfen nachweislich dabei belastete Böden wieder zu reinigen und reinigen damit auch das Wasser. Viel tragen dazu Mikroorganismen bei, die sich an den Wurzeln ansiedeln.
  • Vermeide Plastik! Plastik ist ein junger Rohstoff. Jahrtausende kam der Mensch ohne Plastik aus. Vermeide es, wo immer es möglich ist.

Abfall und Müllberge

Vor dem Industriezeitalter gab es so etwas wie Abfall nicht. Alles, was produziert wurde und nicht mehr vor der Witterung geschützt wurde hat sich innerhalb weniger Jahre wieder zersetzt. Erst seit wir Plastik erfunden haben (ein Nebenprodukt der Rohölproduktion) haben wir Stoffe, die sich auf natürliche Weise nicht mehr zersetzen.

Der Grund warum wir diese Müllberge nicht sehen, ist, dass ein Großteil davon in’s Ausland gebracht wird oder illegal im Meer versenkt wird.

Was du tun kannst:

  • Vermeide Plastik!
  • Bringe Geräte zur Werkstoffsammlung, wo sie fachgerecht entsorgt werden. Kaputte Geräte werden oft ins Ausland geschmuggelt wo die Rohstoffe unter umweltschädlichen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen aus den Altgeräten gewonnen werden. Das vergiftet Menschen, Luft, Boden und das Wasser.